Sie sind mal nachdenklich und mal entschlossen, mal wehmütig und mal himmelschreiend komisch. Doch zumindest eines haben Matthias Binners Lieder stets gemeinsam: Sie berühren, ohne dabei den naheliegenden Weg zu nehmen. Das gilt für die harmonisch klugen Kompositionen – aber auch für die bildhaften, detailliert beobachtenden Texte. Meist begleitet sich der Liedermacher dabei selbst am Klavier. Man darf seine Stücke übrigens auch Songs oder Chansons nennen, wenn man sie dann lieber hört.... Details
Matthias Binner kommt 1972 in West-Berlin zur Welt. Mit fünf Jahren sitzt er zum ersten Mal am Klavier, mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule erstmals hinterm Cello. Als Teenager beginnt er sich einerseits für Rock und Pop zu interessieren, um andererseits sein Taschengeld als Vertretungs-Organist in der Kirche aufzubessern. Nach ein paar Jahren in einer der Schule entwachsenen Schülerband macht er während seines Literatur-Studiums eine folgenreiche Entdeckung im Berliner Stadtmagazin Zitty: „Russische Dichterin sucht Komponisten zur Vertonung ihrer Lieder“, in etwa so lautet das Inserat.   Damit landete Matthias Binner 1997 direkt an der berühmten Berlin Kleinkunstbühne Bar Jeder Vernunft, der er von da an treu bleiben wird. Für ihn ist es der Ausgangspunkt eines Lebens von der und für die Musik – und zugleich der Einstieg in eine Welt, in der er sich zuhause fühlt: ein sitzendes Publikum. Ein Fokus auf Inhalte. Eine Bühne. Und darauf er selbst am Klavier.   2016 bringt Matthias Binner sein über Jahre gewachsenes Debütprogramm „Vorbeischneiten Freiheiten“ auf die Bühne, das zugleich auf CD erscheint. Das Erbe der Nazis („Die Ruinen Germanias“, „Die schönen Lieder aus dem Krieg“), das Aufwachsen im alten West-Berlin vor dem Mauerfall („Tatsächlich geschehen“), der Tod der eigenen Eltern („Salziger Regen“): Die 25 Lieder blicken zurück, um die Gegenwart bilanzieren zu können.   Matthias Binners jüngste Songs blicken von der Gegenwart in die Zukunft – und wie sich diese schon in den alltäglichen Kleinigkeiten niederschlagen. Die Digitalisierung des Alltags („Rubbeln und Reiben“, „Clipmicrophone“), Filterblasen und Echokammern im Netz („Gemeinsame Sache“, „Unbeirrbar“), die Kommerzialisierung persönlicher Feste „([Mein] Junggesellenabschied“), die Neudefinition von Handel und Wirtschaft („Kontaktlos bezahlen“) oder der Gesundheitswahn der Generation Biomarkt, den er in der Ohrwurm-Single „Smoothieman“ auf’s Korn nimmt.       Ja, diese Beobachtungen sind politisch. Nein, aufklärerisch oder meinungshuberisch kommen Matthias Binners Lieder trotzdem nie daher. Oder um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: „Ich versuche, das Phänomen zu beschreiben, und nicht meine Befindlichkeit dazu.“ Wer Matthias Binner live erlebt, bekommt also keine perfekten Antworten auf die zunehmende Komplexität der Dinge – wird sich aber bewegt und angeregt selbst auf die Suche nach ihnen machen.

Das Phänomen beschreiben - nicht die Befindlichkeit

Matthias Binner wurde 1972 in West-Berlin geboren, legte zweinhalb Staatsexamen ab und beiseite und lebt seit 1997 von der und für die Musik.

 

Seit 2015 führt er gemeinsam mit Martin Betz die von Christof Stählin gegründete Liedermacher-Schule SAGO.

 

Mit seinem Solo Debütprogramm "Vorbeischneiten Freiheiten" eroberte er 2016 die Bar Jeder Vernunft; sein neues Programm "In Nehmerlaune" wird im Herbst 2019 Premiere feiern. Im Mai 2019 erschien die Single "Smoothie man".



"Ein Könner, dieser Matthias Binner!" (liveundlustig.de)

"Schlicht und ergreifend ohrwurmflott!" (Der Tagesspiegel)

"Ein einzigartiger Hörgenuss." (TIP Berlin)

"Wunderbar unaufgeregt,  ganz unterschiedliche Facetten der musikalischen Dichtkunst auf hohem Niveau. Binner hat ganz eigene Sujets, mal nachdenklich, mal poetisch, mal zeitkritisch, dann wieder heiter." (Schwetzinger Zeitung)

"Ihm fällt das Große im Kleinen auf - und ein Weg ein, davon zu erzählen." (Mannheimer Morgen)

"Mit scharfer Zunge und noch schärferem Blick macht er aus Alltäglichem im Handumdrehen Poetisches. Heilige Kunst und Heidenspaß!" (Die Rheinpfalz)


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